Zum Hauptinhalt springen

Von der Idee zur Umsetzung

Design und Kommunikation sind untrennbare Konzepte. Jede Entscheidung – Form, Funktion, Ergonomie – erzeugt eine Sprache, die untrennbar mit der Marke verbunden ist.


Damit diese Sprache konsistent und wirklich wirkungsvoll ist, braucht es Methode bei der Analyse des Kontexts und der Definition der Ziele; Erfahrung, um verschiedene Märkte und Kulturen zu verstehen; interdisziplinäres Know-how, mit dem sich Branding, Web und integrierte Marketingstrategien stimmig entwickeln lassen.


Seit über 20 Jahren setze ich diese Stärken ein, um Intuitionen und Ideen in solide Corporate Identities zu verwandeln, die das Unternehmensbild weltweit repräsentieren und vermitteln können.


Domenico Amodeo


Bereit, deine Marke
zum Strahlen zu bringen?

Bereit, deine Marke
zum Strahlen zu bringen?


Kunde

François Bonjour – Künstler

Datum

Oktober 2025

Branche

Kunst

Leistungen

Webdesign

Die Herausforderung

Herausforderung
François Bonjour ist ein Schweizer Künstler, der seit über fünfzig Jahren tätig ist. Bekannt ist er für seine Poetik einfacher und wiederverwendeter Materialien, die der Ästhetik der Arte Povera nahesteht. Aus alten Büchern gerissenes Papier, Seile, Holz, Wachs und sogar Röntgenbilder werden in seinen Werken zur «Haut der Stadt»: Elemente voller Erinnerung und Zeit, die er mit Präzision und lyrischer Kraft zusammenfügt. Daraus entsteht eine ausgewogene, unverwechselbare Bildsprache, die die Geschichten im Inneren der Materie leise und zugleich unmittelbar vermittelt. Ich hatte das Privileg, seine neue Website zu gestalten – mit dem anspruchsvollen Ziel, diese einzigartige visuelle und künstlerische Identität in ein fesselndes digitales Erlebnis zu übersetzen. Der Auftrag bestand nicht einfach darin, «eine Website zu erstellen», sondern einen lebendigen, narrativen Raum zu formen, der die visuelle und poetische Kraft von Bonjours Werk wiedergibt und seine Entwicklung über Jahrzehnte künstlerischer Tätigkeit sichtbar macht.

Ziele

Die grösste Herausforderung bestand darin, eine so reiche und vielschichtige künstlerische Welt digital zu vermitteln und dabei die Seele der Werke zu bewahren. Gefragt war eine Website, die unterschiedliche Zielgruppen anspricht – vom gelegentlichen Besucher bis zum Kunstkenner –, ohne ihre Kohärenz zu verlieren: ein Ort für poetische Emotionen ebenso wie für konkrete Informationen. Hinzu kamen zahlreiche Besonderheiten: über 50 Jahre künstlerischen Schaffens mit mehr als 300 digitalisierten Werken, kritische Texte, Biografie, Einzel- und Gruppenausstellungen. Eine enorme Menge zweisprachiger Inhalte (Italienisch/Englisch) musste organisiert werden, ohne den flüssigen Rundgang und die Freude am Entdecken zu beeinträchtigen. Entscheidend war der Respekt vor der Sensibilität des Künstlers: Statt einer einfachen Galerie oder einer Standardvorlage sollte ein massgeschneiderter digitaler Raum entstehen, der die stoffliche und kontemplative Dimension seiner Kunst aufnimmt.

Kurz gesagt, das Ziel war zweifach: Klarheit und Tiefe. Klarheit bei der zugänglichen Darstellung von Informationen und Bildern; Tiefe beim Andeuten von Bedeutungen, Emotionen und Verbindungen, ohne jemals dem Geist von François Bonjour untreu zu werden.

Design

Design

Die Idee

Ich habe francoisbonjour.art nicht als einfache Präsentationswebsite angelegt, sondern als einen Ort zum Erkunden – wie einen Raum der Erinnerung, in dem jede Ecke etwas offenbart. Die Nutzer sollten ihn mit der Neugier betreten, mit der man die Schwelle eines Ateliers überschreitet: keine starre Struktur aus vorgegebenen Rubriken, sondern ein organischer Weg voller Rhythmen, Beziehungen und Überraschungen. Natürlich musste die Website Werke und Informationen klar und direkt zeigen. Genauso wichtig war es jedoch, die Besucher willkommen zu heissen und zum Entdecken einzuladen. Das Ergebnis ist ein beinahe stofflicher digitaler Raum, der die Greifbarkeit von Bonjours Kunst aufnimmt. Er erzählt nicht nur vom Künstler und seinen Werken, sondern auch von einer Emotion, einer Geschichte, einer Idee.

Video

Video
Die Startseite eröffnet mit einem immersiven Hero-Video, das wie ein visueller Vorhang unmittelbar in Bonjours einzigartige Atmosphäre einführt. Über mehr als drei Minuten wechseln sich Gesamtansichten seiner Werke mit mikroskopischen Details ab und übertragen deren stoffliche Natur in eine mystische, beinahe traumartige Szenerie. Umhüllende Musik begleitet den langsamen Rhythmus der Bildsequenzen, die sich wie tiefe Atemzüge öffnen und wieder schliessen. Körnung, Lichtreflexe, Materialfragmente: Das Auftaktvideo bildet eine sinnliche Schwelle, die den Blick auf ein anderes Zeitempfinden einstimmt – langsamer, aufmerksamer, kontemplativer – und dazu einlädt, in Ruhe in Bonjours Welt einzutauchen.

UX & Navigation

Design
Ich habe bewusst ein immersives Design gewählt: lange, vielschichtige Seiten entwickeln sich vertikal und ermöglichen eine vertiefte Erzählung. Diese Entscheidung verlangt jedoch besondere Sorgfalt bei Orientierung und Navigation, die zu unverzichtbaren Gestaltungskriterien wurden. Damit die Besucher in der Fülle der Inhalte nicht den Überblick verlieren, habe ich feste, stets sichtbare Seitenmenüs als strukturellen Kompass eingefügt. Diese Navigationsmenüs sind in jeder Hauptrubrik vorhanden und ermöglichen Sprünge zwischen den Bereichen, ohne das Gefühl für den eigenen Standort zu verlieren. Das Hauptmenü gliedert die grossen Kapitel (Werke, Profil, Einzelausstellungen, Gruppenausstellungen), während die Seitenmenüs deren komplexe Inhalte unterteilen und zugänglich machen. So werden potenziell grenzenlose Inhaltsflächen zu zusammenhängenden Bereichen, in denen jeder Inhalt nur einen Klick entfernt ist, ohne das Erlebnis zu unterbrechen – ähnlich einer gut kuratierten Ausstellung, in der die Räume natürlich aufeinanderfolgen und das Publikum eine innere Karte des Rundgangs behält.

Das Herzstück

Herzstück

Das Herzstück des Designs liegt im Erleben der Werke. Jede Arbeit wird in hoher Auflösung mit zwei Zoomstufen präsentiert: Die erste zeigt das gesamte Werk, die zweite bringt die Nutzer bis auf wenige Zentimeter an die Oberfläche heran, mitten in das Gewebe der Materie.

Hinter dieser einfachen Bedienung steckt enorme handwerkliche Arbeit: Über 300 Werke wurden digitalisiert, zum Teil durch das Scannen historischer gedruckter Kataloge. Farben, Ausschnitte und digitale Bildrahmen wurden für jedes einzelne Bild sorgfältig abgestimmt.

Das Ergebnis überrascht auf zwei Ebenen. Einerseits werden die feinsten Details von Bonjours Kunst sichtbar – die Dichte der Farbe, die Fasern des aufgeklebten Papiers, die Spuren der Zeit und der Hand –, beinahe so, als könne man sie durch den Bildschirm ertasten. Andererseits eröffnet das System einen neuartigen, umfassenden Überblick: Beim Erkunden der Werke lässt sich die stilistische Entwicklung über Jahrzehnte verfolgen, mit ihren Kontinuitäten und Veränderungen. So entsteht ein weitläufiger, immersiver Bildparcours, ein lebendiges Archiv, das die künstlerische Geschichte ohne Worte erzählt.

Konzept – Neogenerative Semiotik

Konzept

Die Website von François Bonjour zu betreten, ist wie das Eintauchen in eine vielschichtige Erzählung: Jede visuelle und konzeptionelle Ebene fügt Bedeutung hinzu, ohne den zentralen Kern zu verraten.

Auf den ersten Blick wirkt das Design einfach und reduziert. Doch mit jedem Scrollen, mit jedem Klick offenbart es verborgene Tiefe: Das Erlebnis wird nach und nach um neue Bedeutungsfragmente reicher. Nichts davon ist Zufall. Es ist vielmehr das Ergebnis der konkreten Anwendung theoretischer Prinzipien, die mir besonders am Herzen liegen.

Bei der Konzeption liess ich mich von der Neogenerativen Semiotik inspirieren und übersetzte ihre Schlüsselbegriffe in konkrete kreative Entscheidungen. Insbesondere drei tragende Ideen – Parallaxe, Blur und Transparenz – leiteten Gestaltung und Produktion und verbanden analytische Präzision mit erzählerischer Wärme in einem innovativen konzeptionellen Gleichgewicht.

Parallaxe

Aus neogenerativer Sicht ist sie nicht bloss ein visueller Effekt, sondern eine fliessende Form der Interpretation. Ich habe die Website so gestaltet, dass sie unterschiedliche Perspektiven auf denselben Inhalt eröffnet und zugleich dessen tiefere Bedeutung bewahrt. Wir wollten verschiedene Zielgruppen ansprechen, ohne je das Zentrum zu verlieren. Die Poesie des einleitenden Mottos – «Materie und Erinnerung, übereinanderliegende Schichten, Fragmente von Licht und Zeit, die meinen Erinnerungen ihren Atem schenken» – eröffnet einen emotionalen, suggestiven Zugang zu Bonjours Welt und weckt unmittelbar Sensibilität und Vorstellungskraft.

Parallel dazu vermitteln die Profilseiten und der Werkkatalog konkrete Informationen (Materialien, Biografie, Ausstellungsverzeichnis) mit dokumentarischer Präzision und Klarheit. Es sind verschiedene Blickwinkel auf dieselbe Botschaft: einerseits die lyrische Atmosphäre, die im Betrachter nachklingt, andererseits die sachliche Struktur, die dem Kunstkenner Sicherheit gibt. Wie bei einem Parallaxeneffekt bewegen sich diese Kommunikationsebenen im Einklang. Sie verändern den Blickwinkel – betonen einmal die Emotion, einmal die Erklärung –, bleiben aber vollständig auf den gemeinsamen semantischen Kern ausgerichtet: die künstlerische Vision von François Bonjour. Das Ergebnis ist eine vielgestaltige und doch geschlossene Kommunikation. Der Blick der Nutzer kann wechseln, der erzählerische Kern bleibt fest.

Blur

Neben der Vielfalt der Perspektiven habe ich mich für eine leichte kontrollierte Unschärfe entschieden. Statt alles pedantisch und bis ins Letzte definiert zu vermitteln, lässt die Website bewusst Räume für suggestive Mehrdeutigkeit – ähnlich der Aura von Erinnerungen. Erinnerung besteht schliesslich oft aus unscharfen Bildern: kaum umrissenen Konturen, verblassenden Details, Emotionen, die die Leerstellen füllen. Ebenso bieten die visuellen und sprachlichen Elemente der Website Interpretationsspielräume und regen die persönliche Vorstellungskraft an. Der poetische Auftaktsatz etwa erklärt nicht belehrend jede Bedeutung: Er deutet an, spielt anund weckt persönliche Assoziationen beim Lesen. Jeder darf etwas von sich selbst hineinprojizieren und Bezüge zur eigenen Erfahrung finden. Diese semantische Offenheit ist jedoch sorgfältig abgestimmt und mündet nie im Chaos. Ich habe die «Bedeutungsblase» gerade so weit geöffnet, dass sie subjektive Projektionen aufnehmen kann, ohne die gemeinsame emotionale Konvergenz und den übergreifenden Sinn zu verlieren. Das Gleichgewicht ist fein: Einerseits vermeiden wir übermässige Unbestimmtheit, die Nutzer verwirren oder enttäuschen könnte; andererseits meiden wir allzu grosse Starrheit, die die Botschaft steril und kalt wirken liesse. Die visuelle und sprachliche Gestaltung bindet die Nutzer emotional und imaginativ ein und schafft eine tiefere, nachhaltigere Verbindung. Diese bewusste «Unschärfe» – auch im Layout sichtbar, etwa wenn Hintergrundbilder an den Bildschirmrändern leicht aus dem Fokus geraten – wird zum Werkzeug semantischer Neuschreibung: Besucher können die Inhalte aktiv neu deuten und sich zu eigen machen, ähnlich wie alte Fotografien mit verblassten Konturen, aber ungebrochenem emotionalem Wert neu interpretiert werden.

Transparenz

Die dritte konzeptionelle Säule ist Transparenz, hier verstanden als semiotische Schwelle zwischen unterschiedlichen Bedeutungsebenen. Als Leitbild dienten mir die Lasuren in der Malerei: In vielen Werken Bonjours ist das an der Oberfläche Sichtbare nur ein Teil der Komposition; die tiefere Bedeutung offenbart sich beim Blick durch die übereinanderliegenden Schichten. Entsprechend habe ich im Webdesign ein mehrstufiges Erlebnis inszeniert. An der Oberfläche steht eine klare, minimale und unmittelbar zugängliche Benutzeroberfläche; darunter entfaltet sich eine reichhaltige erzählerische und informative Schicht. Bei jedem Wechsel der Ebene – etwa beim Klick auf «Profil», beim Betrachten der Werke im Detail oder beim Herunterladen des Pressekits – offenbart die Kommunikation eine neue Bedeutungsschicht und fügt Kontext, Daten und Geschichten hinzu. Diesen Ansatz könnte man als ThroughView Semiosis bezeichnen: Die Botschaft ist so gestaltet, dass sie sich nicht im ersten Blick erschöpft, sondern Neugier belohnt durch aufeinanderfolgende Stufen der Enthüllung und Erkundung. Transparenz ist hier sowohl visuell als auch kognitiv. Halbtransparente grafische Elemente und Überlagerungen von Bildern und Texten verweisen symbolisch auf den Wunsch, «durch die Dinge hindurchsehen» zu lassen. Sichtbar werden dadurch nicht nur die vordergründigen Stärken – die Schönheit der Werke und das Versprechen eines intensiven Kunsterlebnisses –, sondern auch die Belege und Hintergründe, die dieses Versprechen tragen: die Geschichte des Künstlers, das Verzeichnis seiner Ausstellungen und die einfachen Materialien, die er im Laufe der Zeit verwandelt und veredelt hat. Es ist ein ehrlicher Dialog mit den Nutzern, die Kohärenz und Tiefe wahrnehmen. Sie wissen: Hinter jedem Bild und jedem Satz steckt ein Warum, eine greifbare gestalterische Absicht. Dieser schrittweise Kommunikationsansatz überfordert die Besucher nicht, sondern stärkt ihr Vertrauen. Sie erleben eine transparente Botschaft, auf die sie sich verlassen können: Details werden nicht verborgen, sondern im richtigen Moment sichtbar gemacht. So wird die Navigation zu einer fortlaufenden Entdeckung.


Aus diesen verbundenen Perspektiven entsteht ein echtes narratives Ökosystem, ganz im Einklang mit der Neogenerativen Semiotik. Jede Designentscheidung – vom mehrschichtigen Navigationsrhythmus über die leicht unscharfen Hintergrundbilder bis zu den Texten, die zwischen poetischem und informativem Ton wechseln – trägt dazu bei, Theorie in Praxis zu übersetzen. Es gibt Präzision: Nichts bleibt dem Zufall überlassen, jede Inhaltsebene bewahrt den zentralen Sinn und führt die Interpretation. Und es gibt Wärme: Das Erlebnis ist umhüllend, menschlich und spricht Herz und Verstand gleichermassen an. Insgesamt entsteht eine kultivierte, aber zugängliche digitale Erzählung, deren Schichten und Tiefe die Nutzung nicht erschweren, sondern bereichern. In diesem Projekt tritt die Neogenerative Semiotik aus dem Schatten der Theorie und wird greifbare Erfahrung: Die Besucher «lesen» die Website nicht nur, sie erleben es durch vielfältige Perspektiven, zarte Erinnerungsanklänge und enthüllende Transparenzen. Nach der Erkundung von francoisbonjour.art bleibt das Gefühl, die Essenz einer kreativen Welt auf natürliche, allmähliche Weise erfasst zu haben – eine kohärente, einprägsame Botschaft, die sich im Gedächtnis ablagert. Das zeigt, wie analytische Präzision und suggestive Kraft in narrativem Design zusammenfinden können: in einem digitalen Erlebnis, das die tiefe Seele des Künstlers ehrlich und stilvoll widerspiegelt.

Gestalterische Entscheidungen

Entscheidungen
  • Hero-Video
    Wir haben uns entschieden, die Website mit einem langen Einführungsvideo zu eröffnen. Diese immersive Sequenz von über 3 Minuten verbindet Fragmente von Bonjours Werken in einer fliessenden Montage und versetzt sie in eine traumartige Dimension. Gesamtansichten wechseln mit Nahaufnahmen, begleitet von langsamer Ambient-Musik. Das Hero-Video dient nicht nur der Ästhetik: Es soll den Blick einstimmen und die Nutzer vom ersten Moment an zu einer kontemplativen, aufnahmebereiten Haltung gegenüber den folgenden Inhalten einladen.

  • Vielschichtige Seiten
    Die Seiten wurden als ausgedehnte, reichhaltige vertikale Wege konzipiert. Wir haben die Idee «alles auf einen Blick» bewusst zugunsten einer Scroll-Story aufgegeben: Jede Rubrik lädt zur ruhigen Erkundung ein und legt mit dem Fortschreiten weitere Inhaltsschichten frei. Dieses vielschichtige Design spiegelt den Aufbau von Bonjours Kunst und gibt den Besuchern Zeit, ohne Eile in Bilder und Texte einzutauchen.

  • Navigation mit Orientierung
    Um die Bedienbarkeit bei dieser Inhaltsfülle zu gewährleisten, haben wir eine doppelte Navigation eingerichtet. Neben dem Hauptmenü oben, das die Website in grosse Kapitel wie Werke, Profil und Ausstellungen gliedert, verfügt jede Seite über ein festes Seitenmenü. Dieses dient als interner Kompass und ermöglicht schnelle Sprünge zu den Unterrubriken, ohne die Orientierung zu verlieren. Unabhängig vom eigenen Standort ist immer klar, wie es weitergeht und welche weiteren Inhalte verfügbar sind – ähnlich dem Lageplan einer Ausstellung, der den Besuch begleitet.

  • Kartierung der Werke
    Die Website-Struktur bietet eine regelrechte digitale Kartierung von Bonjours Schaffen. Wir haben über 300 Werke in einem navigierbaren Katalog organisiert, der sich sowohl nach Sammlungen als auch chronologisch erkunden lässt. Jedes Werk wird mit Angaben zu Jahr, Materialien, Abmessungen und allfälligen Ausstellungen eingeordnet und mit den zugehörigen Ausstellungen oder Werkserien verknüpft. So können Nutzer den kreativen Weg des Künstlers nachvollziehen, zeitlich und räumlich entfernte Arbeiten miteinander in Beziehung setzen und die Kohärenz sowie die Entwicklung seiner künstlerischen Forschung erkennen.

  • Schrittweiser Zoom
    Eines der wichtigsten Werkzeuge zur Vertiefung des Erlebnisses ist der zweistufige Zoom auf die Werkabbildungen. Jedes Gemälde oder jede Skulptur lässt sich zunächst vollständig betrachten und anschliessend vergrössern , um die Materialstruktur und feinsten Details aus der Nähe zu erkunden. Diese Funktion soll das digitale Erlebnis der realen Betrachtung annähern – als könnten die Nutzer physisch an das Bild herantreten und jedes winzige Detail untersuchen. So wird die für Bonjours Kunst so wichtige taktile und stoffliche Dimension auch über den Bildschirm vermittelt und eine tiefere visuelle Auseinandersetzung ermöglicht.

Ergebnis

Ergebnis

Das Ergebnis ist ein eindringliches Wahrnehmungs- und Gefühlserlebnis, das zugleich zugänglich und gut nutzbar bleibt. Schon in den ersten Sekunden fühlen sich die Besucher von François Bonjours Welt umhüllt: Der Videoauftakt und die ästhetische Sorgfalt jedes Details versetzen sie in eine digitale Umgebung, die von Kunst und Poesie lebt. Dieses sinnliche Eintauchen wird von echter narrativer Tiefe getragen. Hinter jedem Bild steht eine Geschichte, hinter jeder Seite eine Absicht. So betrachten die Nutzer nicht einfach ein Portfolio, sondern erkunden eine in sich stimmige kreative Welt.

Trotz der enormen Materialfülle – Texte, Bilder und Jahrzehnte künstlerischer Geschichte – bleibt die Navigation fliessend und intuitiv. Das verdankt sich den Gestaltungsentscheidungen, die jederzeit deutlich machen, wo sich die Nutzer befinden und welche Möglichkeiten sie haben. So bewegen sie sich frei zwischen den Rubriken, ohne sich je verloren zu fühlen.

Zusammengefasst verwirklicht francoisbonjour.art heute unser ursprüngliches Ziel: Emotion und Information in einem feinen Gleichgewicht zu verbinden. Es ist ein «lebendiger» digitaler Raum mit weitem kulturellem Horizont, in dem Bonjours Kunst nicht nur dokumentiert wird, sondern weiterhin zu den Besuchern spricht, sie berührt und inspiriert.

Thematische Schlussbetrachtung

Für mich ist Bonjour weit mehr als ein weiteres Portfolio-Projekt: Es markiert einen wichtigen Schritt in meiner Entwicklung als Designer. In dieser Arbeit habe ich meine Gestaltungsmethode erprobt und gestärkt. Sie hat mir bestätigt, wie wirksam ein multidisziplinärer Ansatz ist, der Theorie und Kreativität verbindet. Von der ersten Analyse bis zur Veröffentlichung führte ein klarer konzeptioneller roter Faden durch alle Phasen und sicherte dem Ergebnis Kohärenz und Authentizität. Dieses Projekt verkörpert genau die Richtung, in die ich meine Arbeit entwickeln möchte: Strategie und Poesie, Daten und Erzählung, Technologie und Kunst verbinden. Eine Website wie jene von François Bonjour zu gestalten, bedeutet, aktiv zur Vermittlung von Kultur beizutragen und den Online-Auftritt eines Künstlers in eine bereichernde Erfahrung zu verwandeln. Bonjour belegt greifbar, wie scheinbar theoretische Prinzipien – Semiotik, Storytelling, fortgeschrittene User Experience – in einem zugänglichen, wirkungsvollen Ergebnis zusammenfinden können. Das Projekt entspricht ganz meinem Weg: Es verlangte künstlerische Sensibilität, gestalterische Präzision und einen Blick für das Ganze – Qualitäten, die ich seit jeher weiterentwickeln möchte. Bonjours Kunst auf innovative Weise zu erzählen, war für mich schliesslich auch ein kleiner kultureller Beitrag: Wir haben eine Brücke zwischen künstlerischer Tradition und zeitgemässem digitalem Erleben geschaffen. Solche Herausforderungen nähren meine berufliche Leidenschaft und erklären, warum ich mich gerne als narrativen Designer bezeichne: Ich bin überzeugt, dass gut orchestriertes Design der Seele der Dinge Stimme und Licht geben kann.

"Mit der gestalterischen Unterstützung von Domenico Amodeo sind diese Website und die visuelle Identität zu einem Ort geworden, an dem Materie, Zeichen und Vision stimmig ineinandergreifen. Sein strategischer Ansatz, der auf der Neogenerativen Semiotik und einer präzisen Arbeitsmethode beruht, hat einer digitalen Erzählung Form gegeben, die meine künstlerische Forschung widerspiegelt: Kein visuelles Element ist ein zufälliges Detail, jedes ist ein Kapitel der Gesamterzählung. Das Ergebnis ist ein Ort, der meine Kunst, meine Werke und meine Tätigkeit zeigt und repräsentiert und dabei den Sinn vollständig erfasst, den ich meiner künstlerischen Forschung immer geben wollte."

Francois Bonjour

Möchtest du erfahren, wie auch du deine geschäftlichen oder beruflichen Ziele erreichen kannst?

oder

Erzähl mir etwas über dich – fülle das Formular unten aus.


Vorname *
E-Mail *
Nachname *
Telefon
Beschreibe dein Projekt und deine Ziele

Amodeo Design verpflichtet sich, die Privatsphäre der Nutzer zu schützen und zu respektieren: Die erhobenen personenbezogenen Daten werden ausschliesslich verwendet, um auf dieses Formular zu antworten. Sie werden nicht genutzt, um weitere Dienstleistungen, Newsletter oder andere nicht angeforderte Angebote zu aktivieren. Die Person, die dieses Formular ausfüllt und ihre Daten übermittelt, wird ausschliesslich per E-Mail an die angegebene Adresse kontaktiert, um ihre Fragen zu beantworten. Erst danach können auf Wunsch der Person andere Kommunikationskanäle genutzt werden. Wenn aus dem Kontakt keine weitere Zusammenarbeit entsteht, werden am Ende des Vorgangs alle Daten aus sämtlichen digitalen und physischen Archiven gelöscht.

Datenschutzerklärung *

Ich habe die in der Datenschutzerklärung beschriebenen Bedingungen gelesen und akzeptiere sie.

Projektnavigation